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Energieerhaltungssatz und Unternehmensstrategien
Energieverbrauch – Mehr als nur ein Kostenfaktor
Denkanstöße zum Jahresausklang IGG diskutiert über Energie auf ihrem „etwas anderem“ Jahresabschluss
Wie wird der Energiebedarf der Zukunft gesichert werden können? Um Antworten auf diese Frage zu erhalten, folgten am Donnerstagabend über 60 Unternehmerinnen und Unternehmer der Einladung der IGG Göschwitz zu ihrem öffentlichen Unternehmergespräch in den Räumen der Analytik Jena AG.
Energieexperte Dietrich Pelte, emeritierter Professor für Experimentalphysik an der Uni Heidelberg beleuchtete die Entwicklung der Weltenergiereserven einmal aus der nüchternen und realistischen Sicht eines Naturwissenschaftlers. Seine Thesen zur Verfügbarkeit von Energie basieren auf dem direkten Zusammenhang zwischen steigendem Energieverbrauch und wachsendem Lebensstandard. Eine von ihm für das Jahr 2020 prognostizierte „Energielücke“ wird auch durch den vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien nicht gedeckt werden können. Physikalisch betrachtet hätten alle regenerativen Energien hierfür zu geringe Energiedichten und Wirkungsgrade, so der Energieexperte in seiner Erläuterung der Energieformen. Aus seiner Sicht kommt dennoch die größte Bedeutung der Biomasse als chemischer Energie zu.
Auswege oder individuelle Gegenmaßnahmen zu suchen, überließ der Naturwissenschaftler jedem Einzelnen aus dem nachdenklich gewordenen Auditorium. Fred Grunert, Vorstandsmitglied der IGG Göschwitz, auf dessen Initiative der Referent zur Jahresabschlussveranstaltung geladen wurde, beschäftigt sich mit der Zukunft der Energiequellen seit Längerem und handelt bereits. „Bei der Entwicklung unserer elektronischen Produkte legen wir größten Wert auf minimalsten Energieverbrauch. Das beginnt bereits bei der Auswahl der Elektronik-Bausteine und setzt sich zum Beispiel bei der Art der Energieversorgung fort und speisen unsere Systeme, wenn möglich und sinnvoll, alternativ durch Solarmodule anstelle aus der klassischen aus fossilen Brennstoffen gewonnenen chemischen Energie“, beschreibt der Geschäftsführer der Mazet GmbH, Jena seinen vorbildhaften unternehmerischen Beitrag. Abschließend schwenkt er mit Blick auf die Computer zu Hause und im Büro sowie auf Fernseher, DVD-Player & Co. auf eine weitere Denkrichtung ein und fragt: „Müssen diese Geräte immer im Stand-by-Modus sein?“
Und so wird seine Frage zugleich auch eine mögliche Antwort, nicht nur für die Gäste dieser horizonterweiternden „etwas anderen“ Jahresabschlussveranstaltung der Göschwitzer Unternehmergemeinschaft. Den PowerPoint-Vortrag von Prof. Pelte kann hier heruntergeladen werden. Karsten Seifert
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